Große Märkische Umfahrt 2014

Nachdem 2013 die große märkische Umfahrt wegen Eistreiben auf dem Wasser und an den Schleusen abgesagt werden musste, machten sich dieses Jahr wieder sechs tapfere Ruderinnen und Ruderer auf den Weg nach Berlin-Grünau, dem Start- und Zielpunkt der ersten großen Wanderfahrt im Jahr. Bis auf ein wenig Regen am ersten und letzten Tag meinte es das Wetter dieses Jahr gut mit den Ruderern. An vier Tagen wurde der Rundkurs mit einer Gesamtlänge von 196 km auf Dahme und Spree mit Übernachtungen in Köthen, Beeskow und Fürstenwalde a.d. Spree mit zwei Gig-Zweiern bewältigt. Wer Naturliebhaber ist und erleben möchten, was frei lebende Biber so alles anrichten können, sollte unbedingt mal an dieser regelmäßig angebotenen Wanderfahrt teilnehmen.

Der erste Rudertag führte über 54 km von Grünau bis zum Köthener See und hatte es aufgrund der Gegenströmung und dreier Umtragestellen sicherlich in sich. Doch ein noch leistungsbereiter Körper sowie das absolut geniale Wetter, welches uns die komplette Tour über begleitete, wirkten sich positiv auf den Teamgeist aus. So kamen wir glücklich und zufrieden an der Jugendherberge am Köthener See an, wo wir dankenswerter Weise zu vorgerückter Stunde noch eine warme Mahlzeit erhielten, um die Akkus wieder aufzuladen.

Der 2. Tag führte über die Spree nach Beeskow. Gegen Mittag wurde beim schnell mal zu übersehenen „Schleusen-Imbiss“ in Alt Schadow Rast gemacht, wo es leckere Erbsensuppe und abgelaufenes Bier gab, welches dem Hochwasser zum Opfer gefallen war (verrostete Kronkorken). Ein paar Neuwasserrunden, ein Paket gekochte Eier zu Ostern von der netten Wirtin und schon ging es weiter. In Beeskow beim Ruderclub fanden wir top Unterkünfte (Zweibettzimmer mit Bad und Blick auf das Wasser) vor, und nach einem sehr guten Essen in der Stadt, und ein, zwei Becherchen Wein aus der Bordkiste zum Abschluss hatten alle die richtige Bettschwere.

Am nächsten Tag endete die Tagesetappe in Braunsdorf, wo wir wieder in einer Jugendherberge übernachteten.

Den letzten Tag ruderten wir entlang der Müggelspree und gelangten zum Großen Müggelsee. Da ja Karfreitag und das Wetter so schön war, tummelten sich auf dem See allerhand PS-starke Wassersportfahrzeuge, was uns Ruderern aufgrund der damit verbundenen Wellen nicht unbedingt Freude bereitete. Schließlich gelangten wir über Köpenick wieder zurück nach Grünau und haben 20:00 Uhr die Heimreise angetreten.

Als Erstteilnehmer muss ich zusammenfassend sagen, dass es sich bei der Beeskow-Umfahrt um eine landschaftlich ganz, ganz reizvolle Wanderruderroute handelt, die ich jedem Wanderruderer an Herz legen möchte.

Das ganze gepaart mit einer vorbildlichen Organisation, wofür ich PWG und Wolfgang noch mal unseren Dank aussprechen möchte, macht diese Fahrt zu einer wirklich runden Sache!