Vera Faske und Svenja Mundhenke in Wolfsburg erfolgreich

Vize-Landesmeistertitel im Einer & Doppelzweier gehen nach Diepholz

Nachdem das Leistungsrudern in der Diepholzer Ruderabteilung auf Grund der Kraut- und Blaualgenproblematik komplett zum Erliegen gekommen ist, sind nun nach nur einem sechswöchigen Training Svenja Mundhenke und Vera Faske bei der Wolfsburger Ruderregatta in Verbindung mit den Niedersächsischen Landesmeisterschaften auf der Sprintstrecke (400 Meter) an den Start gegangen.

Aus dem normalen Fitnesstraining heraus entschieden sich die beiden Sportlerinnen, nach einer vierjährigen Regattapause wieder an einer Regatta teilzunehmen. Da man aber nicht sehr viel Zeit für die Vorbereitung hatte, stand der Start bei der Wolfsburger Ruderregatta erst kurz vor Meldeschluss fest. „Wir werden vielleicht nicht Landesmeister, aber verstecken müssen wir uns dort nicht...“, sprach der Trainer Michael Meyer im Vorfeld den Athletinnen Mut zu.

Svenja Mundhenke und Vera Faske mussten im ersten Rennen im gefürchteten Einer um die Landesmeisterschaft über 400 Meter an den Start gehen. Ihre Gegnerin, die U23-Weltmeisterschafts-Teilnehmerin aus Oldenburg, setzte sich vom Start an schnell vor das Feld und siegte. Die Diepholzerinnen steuerten ihren Einer aber souverän als Zweite und d

Dritte über die Ziellinie. Diese beiden Podestplatzierungen gaben natürlich Motivation für das Doppelzweierrennen.

Dort setzten sich nach einem guten Start das Diepholzer und das Oldenburger Boot vom Rest des Feldes ab. Im Zielbereich mussten die Diepholzer aber wieder dem Oldenburger Boot zum Landesmeistertitel gratulieren. Die gewonnene Vize-Landesmeisterschaft wurde aber trotzdem ausgiebig gefeiert.

Am zweiten Regattatag mussten die Ruderer & Ruderinnen die 1000 Meter-Strecke bezwingen. Da im Ausdauerbereich nicht viel trainiert wurde, war die Strecke nicht nur bei den beiden Ruderinnen gefürchtet, sondern auch beim Trainer Michael Meyer. Im Zielbereich wartete er gespannt auf das Rennen. Nachdem der Regattasprecher die Ruderabteilung Diepholz an der 500 Metermarke auf Platz 1 vermeldete, wechselte die Furcht in Stolz über. Mit zwei Längen Vorsprung sicherten sich Svenja Mundhenke und Vera Faske den Sieg.

Mit letzten Kräften, aber voller Stolz und Erleichterung durften sie sich am Siegersteg die Siegesmedaille abholen. Mit so guten Platzierungen hatte niemand aus der Diepholzer Ruderabteilung gerechnet. Dies zeigt aber auch wieder auf, dass über den Spaß am Sport auch der Erfolg kommt. Wir werden mal abwarten, ob sich die beiden Sportlerinnen nun wieder öfter bei den deutschen Ruderregatten zeigen werden, um dort die Diepholzer Ruderflagge hochzuhalten.

 

Bilder zur Regatta Wolfsburg ...

Tim Köhnken reiste vergebens zum „Head of the River Race“ nach London

Rennen musste wetterbedingt abgesagt werden

Im Gegensatz zu dem traditionellen Boatrace zwischen Oxford und Cambridge am 31.3.2013, welches Oxford für sich entscheiden konnte musste eine Woche zuvor das beinahe genauso traditionsreiche „Head of the River Race“ ausfallen. Dieses Rennen findet genau wie das Boatrace in London auf der Themse mit ebenfalls identischer Wettkampfstrecke von ungefähr 6 Kilometer statt. Allerdings findet der „Head“ immer eine Woche vor dem Boatrace statt und anstelle von zwei Achtern nehmen 420 Achtermannschaften aus aller Welt an ihm teil. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Mannschaften beim „Head“ die etwa 6 Kilometer lange Strecke in entgegengesetzter Richtung abfahren.

 

Da die Themse je nach den Gezeiten in beide Richtungen strömt werden beide Rennen mit der Strömung ausgetragen. Diese besondere Strömung, die Wetterbedingungen und die Streckenrichtung führten dazu, dass der „Head“ kurzfristig abgesagt werden musste. Denn sobald sich die Strömung der Themse umkehrte,  bildeten sich auf der Strecke durch starken Gegenwind Walzen. Diese Wellenberge können einen Achter versenken und im wahrsten Sinne des Wortes zermalmen. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und ca. 3600 Ruderern auf dem Wasser war dieses Risiko den Veranstaltern zu groß, sodass das Rennen sehr kurzfristig abgesagt wurde.

 

Aufgrund dieser kurzfristigen Absage waren die meisten ausländischen Teams bereits angereist oder so wie die Mannschaft um Tim Köhnken gerade auf der Fähre nach England als die Mannschaft von der Absage erfuhr. Diese Nachricht sollte die gesamte Wochenendplanung „über Bord werfen“. Es war der Mannschaftskollege Sebastian Berlin, der die undankbare Aufgabe hatte der „HORR“-Crew dies mitzuteilen. Er wollte am gleichen Abend eigentlich mit dem Flugzeug nachreisen.

 

Nun galt es also, da Hotel- und Restaurantreservierungen schon in trockenen Tüchern waren, das Wochenende umzugestalten und das Beste daraus zu machen. Und das taten sie. Also schauten sie sich Londons Sehenswürdigkeiten an, aßen einen riesigen Brownie auf dem „Boroughs Market“ und tranken ein kühles Guinness Bier am Abend.

 

So war es trotz anfänglicher Trauer ein nettes Wochenende und können mit einem lachenden und weinenden Auge zurückblicken und sich auf das kommende Jahr freuen.

Tim Köhnken in Leer und Hamburg erfolgreich

Trotz Katastrophale Trainingsbedingen Norddeutscher-Vize-Meister

Die Vorbereitungen auf die Herbstregatten in Leer und den Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg verliefen anders als in all' den Jahren zuvor. Nachdem Tim sich für die erste Saisonhälfte auf sein Abitur vorbereitete und dies mit Bravour bestand, wollte er an seine alte Form anknüpfen.

 

Hier gab es einige Schwierigkeiten. Das Wassertraining fiel fast komplett aus, da entweder Kraut oder kein Wasser in der Lohne war. Die Trainingskilometer im Boot gingen um 90 % zum Vorjahr zurück. Das Training bestand neben dem Hanteltraining nur noch aus Laufen, Schwimmen und Rad fahren. Die wichtigen fehlenden Wasserkilometer im Boot konnte man nicht aufholen.

 

Trotzdem erruderte sich Tim bei der Regatta in Leer 3x den 1. Platz. Dort spielte er seine ganze Erfahrung aus und wollte nun doch bei den Norddeutschen Meisterschaften an den Start gehen.

 

Im Vorjahr startete er ebenfalls im Auswahl-Achter des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser und wurde Zweiter. Um diesen Erfolg zu wiederholen wusste jeder der Mannschaft, dass es ein perfektes Rennen werden müsse um sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen. Nach einem nicht so guten Start, kam die Mannschaft um Tim Köhnken immer besser ins Rennen. Schlag für Schlag fuhren sie immer dichter an das führende Feld heran. Im Endspurt gelang es der Mannschaft aus dem Nord-West-Niedersachsen den Bugball auf den 2. Platz zu schieben. Erschöpft aber dennoch glücklich nahm die Mannschaft zahlreiche Glückwünsche zum Gewinn der Silbermedaille der Norddeutschen Meisterschaften entgegen.

 

Wird sich bei den Trainingsbedingungen der Diepholzer Ruderer nichts ändern, sprich dass man ganzjährig die Lohne mit Rennbooten befahren kann, wird der Leistungssport in Diepholz eingestellt werden müssen. Dies wäre eine Katastrophe, da dies immer das Aushängeschild der Ruderabteilung war.